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Hochschulstudium und Berufsmöglichkeiten
Erdwissenschaften

Berufsmöglichkeiten nach einem Studium der Erdwissenschaften

Das breit gefächerte Studium der Erdwissenschaften kann in zahlreiche Anwendungsgebiete führen: Forschung, Umwelt, Grundwasser, Baugrund- und Bodenuntersuchungen, Tunnelbau, Tiefbau, geotechnische Untersuchungen zu Naturgefahren, Rohstoffsuche und -gewinnung sowie Recycling. Zudem ergeben sich Tätigkeitsfelder ausserhalb des eigentlichen Fachs: Die Einschätzung von Naturgefahren für Banken und Versicherungen, Laborarbeit, computerunterstützte Berechnungen und die Entwicklung analytischer Geräte in der Industrie sind Tätigkeitsfelder, in denen Erdwissenschaftler/innen Gelerntes einbringen können.

Verantwortungsbewusstsein für die Natur

Umweltaspekte haben in den Arbeitsfeldern der Erdwissenschaften an Bedeutung gewonnen. Gletscherbewegungen werden gemessen, um die durch den Treibhauseffekt hervorgerufene globale Temperaturerwärmung aufzuzeichnen. Grundwasser-Forschung spielt eine zentrale Rolle bei der Trinkwassersuche oder im Deponiebau. Geophysikalische und geochemische Methoden kommen bei der Entsorgung toxischer und radioaktiver Abfälle zur Anwendung. Eine grosse Aufgabe ist die Untersuchung erneuerbarer Energien, aber auch das Recycling von Material.

Computersimulationen, Labor und Feldarbeit

Computersimulationen spielen heute in allen Bereichen der Erdwissenschaften eine zentrale Rolle, beispielsweise bei der Erforschung von geologischen und gesteinsbildenden Prozessen, von Wasserkreislauf und Grundwassermodellen, von Rutschungen, Bergstürzen und anderen, die Erdoberfläche gestaltenden Prozessen. Die Computersimulation und das Experimentieren im Labor mit modernsten physikalischen und chemischen Apparaturen hat in den letzten Jahren die Feldarbeit etwas in den Hintergrund treten lassen. Ihr wird heute wieder mehr Bedeutung zugemessen. Einerseits hat man erkannt, dass die Modelle die Natur nur bedingt abbilden können. Andererseits steht in der Praxis oft nur eine beschränkte Datenbasis zur Verfügung, insbesondere in den Entwicklungsländern.

Funktion als Forschende, Experten und Selbstständige

Erdwissenschaftler/innen arbeiten als Forschende an Hochschulen im In- und Ausland, an eidgenössischen und privaten Forschungsinstituten und in der Industrie. Als Spezialisten und Expertinnen sind sie gefragt in Bundesämtern (z.B. im Bundesamt für Umwelt oder bei Swisstopo, dem Geoinformationszentrum des Bundes), in kantonalen Ämtern (Gewässerschutz, Umweltschutz, Hoch- und Tiefbau), in der Privatwirtschaft (Beratungsfirmen, Ingenieur- und Umweltbüros, Industrie, Versicherungen, Banken), in naturkundlichen Museen (Mineraliensammlungen), bei den Medien (Wissenschaftsjournalismus) und in der Entwicklungszusammenarbeit.
Nach eventuellen Zusatzleistungen können sie als Lehrende an Mittelschulen das Fach Geografie unterrichten. Dozententätigkeit gibt es auch an Hochschulen und in der beruflichen Weiterbildung von Fachleuten (Bauwesen, Archäologie, Denkmalpflege). Die planende und beratende Tätigkeit führt die Erdwissenschaftler/innen auch in die Selbstständigkeit, indem sie ein geologisches oder ökologisches Beratungsbüro führen.

Untersuchungen von Boden und Baugrund

Baugrundverhältnisse spielen eine wichtige Rolle bei Projekten unterschiedlichster Dimensionen: vom Einfamilienhaus über die Planung und Realisierung von neuen Quartieren bis hin zur Bearbeitung von Strassen- und Bahnprojekten inklusive Tunnelbauten oder im Zusammenhang mit geplanten Grossbauwerken (Brücken, Staudämme, Kraftwerke). Mit Hilfe von Felduntersuchungen und Sondierungsarbeiten werden eine geologische Kartierung und ein Baugrundmodell erstellt. Erdwissenschaftler/innen erstellen zudem Expertisen bei Stabilitätsproblemen, Baugrunddeformationen oder Bauwerkschäden und beurteilen Naturgefahren und Altlasten.

Analyse und Kontrolle geologischer und mineralogischer Prozesse

Untersucht werden Bergstürze, Erdrutsche, Erdbeben, Gletscher, Flusserosion und Verwitterungsprozesse. Ein wichtiges Arbeitsfeld sind die weltweiten Erosionsprobleme im Zusammenhang mit Entwaldung oder Übernutzung und die Veränderungen der globalen Energieflüsse und des Klimas infolge massiven Verbrauchs von fossilen Brennstoffen.
Mineralogen/innen entwickeln in der Industrie zusammen mit Ingenieuren/innen neue Werkstoffe oder verbessern bereits bekannte Werkstoffe wie z. B. Keramik, Glas, Zement, Baustoffe und Bindemittel. Auch kontrollieren sie mineralische Produkte wie Kalksteine, Erze, Kristalle und vieles mehr.

Nutzung und Schutz des Grundwassers

Die Grundwasserforschung spielt eine zentrale Rolle bei der Suche nach Trinkwasser. Erforscht werden z. B. die Verschmutzung von Trinkwasserquellen, Wasserknappheit oder die Versalzung des Grundwassers. Hydrogeologische Abklärungen erfolgen im Zusammenhang mit geologischen Projekten, bei Altlasten (Deponien) und bei Grundwasserproblemen. Daraus leiten Erdwissenschaftler/innen Empfehlungen und Massnahmen zur Grundwassererschliessung, zur Nutzung und zum Schutz des Grundwassers ab.

Abfallentsorgung und Abfallwirtschaft

Erdwissenschaftler/innen klären mögliche Standorte ab für die Lagerung von industriellem Abfall und Aushubmaterial. Sie erstellen zusammen mit anderen Wissenschaftlern/innen Analysen im Hinblick auf die Endlagerung giftiger, chemischer oder radioaktiver Abfälle. Die Sanierung von Deponien und das Recycling sind Tätigkeitsfelder mit Zukunft, auch im Ausland.

Das Berufsbild der Erdwissenschaftler/innen ist traditionell geprägt durch die Suche nach Bodenschätzen und Erdöl, d.h. nach Energiequellen und Rohstoffreserven in fernen Ländern. Dies trifft durchaus noch zu, aber nur noch für eine Minderheit. Die Rohstoffsuche und -gewinnung gehört heute nicht mehr zu den Hauptaufgaben von Erdwissenschaftlern/innen.

Arbeiten im Ausland

Die Bereitschaft, im Ausland zu arbeiten, wird für Erdwissenschaftler/innen immer wichtiger werden: Zum einen wird der Bedarf an Baugrunduntersuchungen in der Schweiz in den nächsten Jahren oder sogar Jahrzehnten relativ beschränkt sein, weil die Autobahnen weitgehend fertig gebaut sind, es kaum neue Staudämme geben wird und, abgesehen von Neat und Bahn 2000, im Moment keine grossen Infrastrukturbauten vorgesehen sind. Diesbezüglich ist die Lage im Ausland günstiger: Insbesondere in China, Indien, Russland oder in Südamerika sind grössere Projekte wie Staudämme, Strassen oder Flussumlegungen geplant. Zum anderen liegen die grossen Umweltprobleme in besonderem Masse im Ausland, insbesondere im asiatischen Raum, in den osteuropäischen Staaten, in Afrika oder Südamerika. Dort kann man mit einer positiven Entwicklung des Arbeitsmarktes für Erdwissenschaftler/innen rechnen. Allerdings sind die Arbeitseinsätze im Ausland in der Regel zeitlich beschränkt; längerfristige Anstellungen sind selten.

Tätigkeitsspektrum

Hier finden Sie eine Auswahl von Berufs- und Tätigkeitsbeschreibungen aus dieser Branche, in denen Absolventinnen und Absolventen einer Hochschule arbeiten.
Dozent/in (Universität)Geologe/-loginGeophysiker/inHochschulassistent/inKlimatologe/-inKurator/Kuratorin UNIMeteorologe/-login (U)Mineraloge/-loginNaturwissenschaftler/in in Beratungs- und PlanungsbürosNaturwissenschaftler/in in Verbänden und OrganisationenPatentexperte/-expertinPatentprüfer/in Europäisches PatentamtPetrograf/inUmweltingenieur/in ETHUmweltnaturwissenschaftler/inUmweltwissenschaftler/inWissenschaftliche/r Journalist/inWissenschaftliche/r Mitarbeiter/in

Porträts

Geologe als Beauftragter der Universität Basel für KantonsgeologieGeologe in der Beurteilung von NaturgefahrenGeologin im Amt für Umweltschutz

Verwandte Studienrichtungen

Biologie, Biotechnologie und Life SciencesChemie und BiochemieGeografieGeomatikPhysik und AstronomieUmweltwissenschaft
 
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