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|  | Vergleich der Hochschulen |  | | | Grundlagenforschung und Praxisorientierung Der Unterschied zwischen universitären Hochschulen und Fachhochschulen wird meist auf den einfachen Nenner gebracht: "Gleichwertig, aber andersartig". Oder auch: Grundlagenforschung an den universitären Hochschulen, Anwendung und stärkerer Praxisbezug an den Fachhochschulen.
Die Unterschiede im Bildungsauftrag sind klar definiert. So erfolgt die Lehre an den universitären Hochschulen auf einem hohen Abstraktionsniveau. Der Forschungsauftrag umfasst namentlich die Grundlagenforschung. Die Aufgabe der Fachhochschulen ist es dagegen, ein anwendungsorientiertes Fachstudium anzubieten, die angewandte Forschung voranzutreiben und die Zusammenarbeit mit der Berufswelt zu pflegen.
Für potenzielle Interessierte ist es nicht immer leicht, die Unterschiede zwischen einem Studium an einer universitären Hochschule und an einer Fachhochschule zu erkennen. Einige Unterschiede sind aber augenfällig:
Das Ausbildungsangebot von Uni/ETH und FH Es gibt viele Studienrichtungen, die nur entweder an den Universitäten oder an den Eidgenössischen Technischen Hochschulen angeboten werden wie z.B. Medizin, alle geisteswissenschaftlichen Studienrichtungen, viele Naturwissenschaften und einige Ingenieurwissenschaften.
Auf der anderen Seite gibt es Studienrichtungen, die nur an den Fachhochschulen angeboten werden, wie z.B. Landschaftsarchitektur, Automobiltechnik, Önologie sowie die Angebote im Bereich der Gestaltung, Musik und Schauspiel/Theater oder die meisten Angebote in Sozialer Arbeit. In diesen Fächern ist darum der Anteil an Absolventen mit gymnasialer Maturität in den Fachhochschulklassen viel höher als in den Studienrichtungen, die auch an einer Universität oder ETH studiert werden können. Auch die Lehrerausbildungen (bis Stufe Sek. I) werden auf Ebene Fachhochschule meist in den so genannten Pädagogischen Hochschulen angeboten.
Unterschiedliche Vorbildungen Der Zugang zu den drei Hochschultypen Fachhochschule, Pädagogische Hochschule und universitäre Hochschule ist je unterschiedlich. Für die FH ist die berufliche Grundbildung mit Berufsmaturität die "Standard-Voraussetzung" für die meisten Studiengänge (sog. Königsweg), für die universitären Hochschulen und auch für die Pädagogischen Hochschulen ist es in der Regel die gymnasiale Maturität. Die Durchlässigkeit ist aber für alle Hochschulen gegeben. Das heisst: Es gibt für beide Maturitätsabschlüsse (Berufsmaturität, gymnasiale Maturität) Zugänge zu allen Hochschulen. Berufsmaturanden müssen jedoch für die universitären Hochschulen schulische Zusatzleistungen (Passerelle) erbringen, gymansiale Maturandinnen für bestimmte Fachhochschulen Arbeitswelterfahrungen. Mehr dazu unter Zulassung.
Unterschiedliche Bedeutung der Abschlüsse Alle Hochschulen bilden heute nach dem Bologna-Modell aus. Der erste Abschluss ist nach ca. 3 Jahren der Bachelor. Der zweite nach weiteren 1,5 - 2 Jahren der Master.
Für die Fachhochschulen gilt in den meisten Studienrichtungen der Bachelor als "Regelabschluss". Er ist entsprechend berufsqualifizierend angelegt. Die Fachhochschulen bieten zudem verschiedene Masterstudienprogramme zur Weiterqualifizierung an. Anders als bei den Universitäten führen die Bachelor-Abschlüsse einer Fachhochschule nicht standardmässig ohne weitere Aufnahmebedingungen in einen nachfolgenden Masterstudiengang.
Bei den universitären Hochschulen ist der Master der "Regelabschluss". Auf jeden universitären Bachelor-Abschluss folgt ein nahtloser Übergang in ein konsekutives Masterstudienprogramm. Zudem stehen weitere Masterprogramme, teilweise mit zusätzlichen Aufnahmebedingungen, im Angebot.
Nach einem Bachelorabschluss einer Fachhochschule kann man in vielen Fällen mit einem Masterstudium an einer universitären Hochschule fortfahren, wobei definierte Zusatzleistungen erbracht werden müssen. Umgekehrt gilt eine solche Durchlässigkeit auf für den Übertritt von einer universitären Hochschule in eine Fachhochschule. > Konkordanzliste
Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Studienstruktur
| Kriterien | Universitäten / ETH | Fachhochschulen | | Studienform 1) | Vollzeit / Teilzeit 2) | Vollzeit / Teilzeit oder berufsbegleitend 3) | | Abschlüsse | Bachelor, Master, PhD (Doktorat) | Bachelor, Master | | Regelabschluss | Master | Bachelor 4) | | Studiendauer bis zum Regelabschluss (Vollzeit) | 8–10 Semester | 6 Semester 5) | | | (Architektur 8 Sem.) | | Lernsituation | Grössere Anonymität | Überschaubare Klassen | | Mehr Selbstständigkeit | Mehr Leistungskontrolle | | Forschung | Grundlagenforschung | Praxisorientierte Forschung | | Wahlmöglichkeiten 6) | Selber zusammengestellte Stundenpläne | Vorgegebene Stundenpläne | | Wahl von Major und Minor 7) | Stark strukturierte Studiengänge | | Schwergewicht im Studium | Viel Theorie / Abstraktion | Anwendungsbezogener | | Modelle | Praxisorientierter / umsetzungsorientierter | | Grundsätzliche Problemlösungen | Konkretere Problemstellungen |
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 | 1) Zudem Fernstudienangebote an der Fernuniversität und an der Fernfachhochschule |  | 2) Vollzeit: Bachelor 3 Jahre, Master 1-2 Jahre. Auch Teilzeitstudium; Werkstudium möglich. Diese Regelstudienzeit kann je nach Hochschule und Studienrichtung unterschiedlich verlängert werden, was eine beschränkte Erwerbstätigkeit neben dem Studium möglich macht. |  | 3) Auch Teilzeit möglich; berufsbegleitend: Abend- und Blockunterricht |  | 4) Für die FH gilt in den meisten Studiengängen der Bachelor als "Regelabschluss" |  | 5) Plus für bestimmte Studiengänge einjähriges Praktikum / Arbeitswelterfahrung für Maturandinnen und Maturanden |  | 6) In den Technischen Wissenschaften sind auch an den universitären Hochschulen die Studienpläne meistens auch vorgegeben |  | 7) Die Universitäten bieten Haupt- und Nebenfach-Studiengänge (Major, Minor) an |
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